Amtierender Schützenkönig

2011 wurde ein neuer Schützenkönig ausgeschossen:
Hans Windmüller

Die Bergedorfer Zeitung berichtete am 29. August 2011 über den neuen Schützenkönig und den geplanten Neubau des Schützenhauses. (Zum Vergrößern Foto anklicken)

Das Königsschießen

Das traditionelle Königsschießen findet einmal jährlich statt. Teilnahmeberechtigt - aber nicht verpflichtet - sind alle volljährigen Mitglieder der Bergedorfer Schützengesellschaft. Der Königstitel wird mit einem Kleinkalibergewehr stehend aufgelegt auf eine Entfernung von 100 Metern ausgeschossen. Jeder Schütze darf nur einen Schuss abgeben. Um es spannend zu machen wird der König nicht am selben Abend sondern erst etwa eine Woche später auf einem Fest, der sogenannten Königsproklamation, bekannt gegeben - "proklamiert".

In einer gesonderten Wertung werden neben dem Schützenkönig noch ein Jungschützenkönig und eine Königin der Damen ausgeschossen - beide ohne Königspflichten.

Zu einer der Pflichten des Königs gehört es seit jeher, für die Königskette eine Silberplatte zu stiften, in die sein Name und die Jahreszahl einzugravieren sind. Der König trägt diese Kette zu verschiedenen Vereinsfeierlichkeiten und zu Schützenfesten befreundeter Vereine. Mittlerweile gibt es eine zweite Königskette, da die erste zu groß und vor allem zu schwer geworden ist.

Auf der alten Bergedorfer Königskette, die im Bergedorfer Museum ausgestellt ist, findet sich als ältester Eintrag die Jahreszahl 1589. Zu dieser Zeit wurde auf dem Gojenberg auf einen hölzernen Vogel geschossen, der an einem langen Mast aufgehängt war.

In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts war die BSG ein reiner Großkaliberschützenverein. Geschossen wurde aus Vorderladerbüchsen, später mit sogenannten Scheibenstutzen im Kaliber 8,15 x 46 R. auf 100 und 175 Meter. Eine solche Büchse ist dem Verein bis heute erhalten geblieben.